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 Skolan dB Hausabflussrohre - Verlegeanleitung
 

Verlegeanleitung      

Diese Verlegeanleitung gilt für Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden, hergestellt aus mineralverstärktem Polypropylen-Hausabflußrohren.

Ablängen der Rohre

Das Ablängen der Rohre ist mit einer feingezahnten Säge oder mit einem handelsüblichen Rohrschneider in einem Winkel von 90° vorzunehmen. Die Schnittkanten sind innen und außen zu entgraten. Für Verbindungen mit SKOLAN Formteilen sind die Spitzenden der Rohre mit einem Anschrägwerkzeug oder einer groben Feile unter einem Winkel von ca. 15° anzuschrägen. Formteile dürfen nicht angeschrägt werden.

Herstellung der Verbindung von Rohren und Formstücken

Steckverbindungen mit Dichtring

  • Einsteckende (Spitzende), Steckmuffe und Dichtring erforderlichenfalls von Schmutz säubern.
  • Lage und Unversehrtheit des Dichtringes prüfen
  • Einsteckende gleichmäßig mit werksseitig geliefertem Gleitmittel bestreichen; keine Öle oder Fette verwenden.
  • Einsteckende zentrisch ansetzen und bis zum Anschlag in die Muffe einschieben

Thermisch bedingte Längenänderungen zwischen Rohren und Formstücken, sowie zwischen Rohren untereinander, sind innerhalb der Steckverbindungen mit Dichtmanschetten möglich. Beim Einsatz von Aufsteckmuffen und Paßlängen werden diese Ausdehnungen in den Muffen kompensiert. Das Rohr ist in dieser Lage durch eine Festschelle unmittelbar unterhalb der Rohrmuffe so zu befestigen, daß ein Nachrutschen bei der weiteren Montage verhindert wird. Formteilspitzenden können vollständig in den Muffen eingeschoben bleiben.

Steckverbindung mit Dichtmanschette
  • Dichtmanschette aus der Muffe entnehmen
  • Erforderlichenfalls Einsteckende, Muffe und Dichtmanschette von Schmutz säubern
  • Dichtmanschette auf das Einsteckende schieben
  • Muffe und Dichtmanschette dünn und gleichmäßig mit werkseitig geliefertem Gleitmittel bestreichen; keine Öle oder Fette verwenden.
  • Einsteckende mit Dichtmanschette in die Muffe einschieben. Die Dichtmanschette schließt bündig mit der Oberkante der Muffe ab.

Maßnahmen zur Berücksichtigung von thermischen Längenänderungen entfallen, da die Dichtmanschette diese kompensiert.

Nachträglicher Anschluß

Nachträglich können Anschlüsse durch Einbau eines Abzweiges unter Verwendung von Überschiebmuffen hergestellt werden.

  • Einbau eines Abzweiges mit zwei Überschiebmuffen und einem glatten Rohrstück:
    • Zum Einbau eines Abzweiges wird ein ausreichend langes Rohrstück (L = Länge des Formstückes + 2*Durchmesser) herausgetrennt und der Abzweig eingesetzt. Auf das verbleibende muffenlose Rohr und das muffenlose Paßstück wird je eine Überschiebmuffe aufgeschoben. Das Paßstück wird in die Leitung eingesetzt. Anschließend wird diese mit den Überschiebmuffen wieder verschlossen.
  • Einbau eines Abzweiges mit einer Überschiebmuffe
    • Aus der vorhandenen Leitung wird durch zwei Trennschnitte ein Rohrabschnitt entsprechend der Baulänge des Abzweiges zuzüglich einer ungfähr d/5 entsprechenden Länge herausgeschnitten. Auf das verbleibende muffenlose Rohrstück wird dann eine Überschiebmuffe aufgeschoben. Das Ende des anderen verbleibenden Rohrstücks wird vorsichtig ausgelenkt und der Abzweig wird aufgeschoben. Das Leitungsende mit dem Abzweig wird in die planmäßige Lage zurückgelenkt und mit der Überschiebmuffe verschlossen.
  • Verwertung von Restlängen
    • Restlängen, Mindestlänge ca. 150 mm, können mittels einer Aufsteckmuffe verwertet werden. Zusätzliche Verbindungselemente sind nicht erforderlich.
Schallschutzmaßnahmen

Sofern in Räumen die Bestimmungen über "Schallschutz im Hochbau" (gem. DIN 4109) zu beachten sind, müssen Schächte, Mauerschlitze und Deckendurchführungen so verschlossen werden, daß zwischen Rohr und Putzträger keine Schallbrücken entstehen. Zur Rohrbefestigung werden Rohrschellen mit Schallschutzeinlagen benutzt. Diese werden mittels Stockschrauben oder Wandplatten und Kunststoffdübeln an der Wand befestigt. Im übrigen ist die DIN 4109 zu beachten. 

Befestigungssysteme

Für die Befestigung der SKOLAN-Abwasserleitungen dürfen nur Rohrschellen mit Einlegebändern verwendet werden, die auf den Außendurchmesser der Rohre und Formstücke abgestimmt sind und das Rohr vollständig umfassen. Einlegebänder aus PVC-weich und Rohrhaken dürfen nicht verwendet werden. SKOLAN-Abwasserleitungen müssen spannungsfrei verlegt werden.

Liegende bzw. abgehängte Installation

Der Rohrschellenabstand darf bei liegenden SKOLAN-Leitungen nicht mehr als maximal das zehnfache des Außendurchmessers der Leitung betragen. Liegende Rohrleitungen sind in ihrer Lage stabil zu verlegen und vor dem Auseinandergleiten durch ausreichende Festpunkte zu sichern.

Senkrechte Installation

Bei senkrechter Verlegung sollte der Rorschellenabstand 1-2 Meter betragen, darf jedoch nicht über 2 Meter hinausgehen. Für Falleitungen werden pro Rohrlänge (Geschoßhöhe über 2,50 m) eine Festschelle und eine Losschelle empfohlen. Die Festschelle ist unmittelbar oberhalb des Formteils am unteren Rohrende anzuordnen. Diese Losschelle ist im Abstand von max. 2 m oberhalb der Festschelle zu montieren. In mehrgeschößigen Gebäuden sind Falleitungen ab DN 100 durch zusätzliche Halterungen gegen Absinken zu sichern.

Verlegung im Installationsschacht

Beim Einbau von Abwasserleitungen im Installationsschacht ist wie bei senkrechter Verlegung vorzugehen.

Kurze Rohre und Formteile

Leiungsabschnitte mit Formteilen bzw. kurzen SKOLAN-Baulängen müssen in kurzen Abständen mit Festschellen so befestigt werden, daß sich die Rohre und Formstücke nicht verschieben oder auseinander rutschen können (Festschellen). Deckendurchführungen sind feutichkeitsdicht und schalldämmend herzustellen. Zweckmäßig werden die dafür bestimmten Deckenfutter verwendet. Sofern auf Fußböden Gußasphalt oder schwimmender Estrich aufgebracht wird, sind dabei die freiliegenden Rohrleitungsteile durch Deckenfutter, Schutzrohre oder durch Umwickeln mit wärmedämmenden Stoffen zu schützen.

SKOLAN-Abwasserrohre und Formteile können unter Beachtung der gebotenen Sorgfalt unmittelbar einbetoniert oder in Mauerschlitzen eingemörtelt werden. Die thermisch bedingte Längenänderung der Rohre und Formteile ist sinngemäß zu berücksichtigen. Die Leitungsteile sind außerdem so zu befestigen, daß eine Lageänderung beim Betonieren verhindert wird. Um das Eindringen von Betonschlempe in den Muffenspalt zu verhindern, ist dieser mit einem Klebestreifen abzudichten; offene Stellen sind zu verschließen. Sofern die Leitungen nur eingeputzt werden, muß ein Putzträger oder eine Verkleidung angordnet oder die Leitung vorher mit nachgiebigen Stoffen wie Wellpappe, Mineral- oder Glaswolle allseitig umgeben werden.

Für den Anschluß von Leitungen aus anderen Werkstoffen sowie für den Anschluß von Sanitärausstattungsgegenständen an SKOLAN-Leitungen sind die dafür bestimmten Formstücke und Dichtmittel mit Prüfzeichen zu verwenden.

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