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Was ist Polypropylen?

Ist Polypropylen schwer entflammbar?

Welche Lebensdauer haben Kunststoffrohre?

Sind Kunststoffrohre beständig gegen Chemikalien?

Welche Alternativen gibt es zu Kunststoff?

Was ist Polypropylen?

Polypropylen (PP) ist ein Verwandter des Polyethylens, ebenfalls duch Polymerisation des Ethylens entstanden, und zwar auf der Basis des Niederdruckverfahrens. Die Strukturformel des Polypropylen unterscheidet sich von der des Polyethylens dadurch, dass an jedem zweiten Kohlenstoffatom des Kettenmoleküls ein Wasserstoffatom durch eine CH3-Gruppe ersetzt ist. Diese CH3-Gruppe kann entweder auf beiden Seiten des Kohlenstoffatoms angeordnet sein (ataktisch), oder alle Gruppen befinden sich nur auf einer Seite (isotaktisch). Auf dem Markt befinden sich ausschließlich isotaktisches Polypropylen.

Isotaktisches Polypropylen ist hochkristallin, - die gleichmäßig gebauten Ketten können sich leicht ordnen. Das bedeutet hohe Wärmebeständigkeit (kurzfristig bis 110 Grad Celsius), außerdem hohe mechanische Festigkeit, gute Reißfestigkeit, Oberflächenhärte, Zugfestigkeit und gutes Rückstellvermögen. Die ausgezeichneten elektrischen Isoliereigenschaften entsprechen denen des Polyethylen, die chemische Beständigkeit ist wie bei allen Polyolefinen, gut.

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Ist Polypropylen schwer entflammbar?

Ostendorf verwendet für sein HT-Rohr-Programm eine Spezialtype des Polypropylens, die dauerhaft flammwidrig ausgerüstet ist. Mit dieser zusätzlichen Grundeigenschaft dieser Werkstofftype des Polypropylens ist unser HT-Rohr nach DIN 4102 ein schwer entflammbarer Baustoff (Klasse B 1).

Dies wird in Eigenüberwachung und durch das Staatliche Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen ständig kontrolliert.

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Welche Lebensdauer haben Kunststoffrohre?

Es ist ein Zufall, dass diese Langzeitversuche zuerst und besonders eingehend an Kunststoffrohren durchgeführt wurden, die Jahrzehnte überdauern müssen. Kunststoffrohre sind je nach Verwendungszweck auf eine Lebensdauer von ca. 100 Jahren ausgelegt.

Das diese aus den Zeitstandversuchen nicht zu hoch gegriffen war, beweist inzwischen die Erfahrung: Die Firma Dynamit Nobel hat schon in den dreißiger Jahren Kunststoffrohre aus PVC hart verlegt, uns sie tun auch heute noch - nach fast 50 Jahren - unverändert ihren Dienst.

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Sind Kunststoffrohre beständig gegen Chemikalien?

Kunststoffe rosten nicht

Das klingt wie ein Schlagwort, ist aber nachprüfbar richtig: Gegenüber Einwirkungen der Atmosphäre, des Wassers oder vieler Chemikalien, die Metalle angreifen, sind Kunststoffe durch ihre chemische Beschaffenheit beständig. Darum werden sie auch häufig zur Beschichtung von Metallen als Korrosionsschutz eingesetzt.

Der Satz "Kunststoffe haben eine hohe chemische Beständigkeit" ist zutreffend, jedoch unzulässig verallgemeinernd.

Wie differenziert dieses Gebiet ist, zeigen schon die langen Listen der Rohstoffhersteller, die für jeden einzelnen ihrer Kunststoffe sein Verhalten gegenüber einer Vielzahl von Chemikalien angeben. Freilich können auch diese Tabellen nur Anhaltspunkte geben für eine erste Orientierung. Auch in den DIN-Normen über die chemische Beständigkeit von Kunststoffen ist das ausdrücklich vermerkt. (z.B. DIN 16929, DIN 16934).

Gelten auch für die einzelnen Kunststoffgruppen bestimmte Gemeinsamkeiten, - z.B. für die meisten Thermoplaste ihre hohe Beständigkeit gegen Säuren und Laugen - so hat doch jeder einzelne Kunststoff seine ausgeprägte chemische Individualität. Eng verwandte Kunststoffe können auf die gleiche chemische Substanz durchaus verschieden reagieren, ja, derselbe Kunststoff kann sich gegenüber demselben chemischen Stoff bei verschiedenen Temperaturen oder verschiedenen Graden der Konzentration ganz unterschiedlich verhalten. Auch die Zuschlagstoffe üben einen Einfluss auf das Verhalten des Kunststoffes für bestimmte Anwendungsgebiete modifiziert werden.

Der sicherste Weg, die Chemikalienbeständigkeit eines Kunststoffes - in unserem Falle eines Rohrwerkstoffes in allen Einzelheiten kennen zu lernen, ist, das Lieferwerk zu befragen, dem alle Prüfergebnisse der verarbeiteten Kunststoffe vorliegen und dem ihr Verhalten aus Erfahrung vertraut ist. Aus den detaillierten zu erwartenden Durchflussstoffen, ihre Konzentration, Temperatur und Dauer der Einwirkung, gegebenenfalls auch zusätzliche mechanische Belastungen, kann ein verläßlicher Rat erteilt werden. Kunststoffrohre, die für diesen speziellen Anwendungszweck als beständig beurteilt werden, haben mit Sicherheit die hohe chemische Beständigkeit die man den Kunststoffen verallgemeinernd nachsagt.

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Welche Alternativen gibt es zu Kunststoff?

Kunststoffe sind heute so selbstverständlich, dass uns kaum noch bewusst wird, wie und wo wir überall mit ihnen umgehen. Die moderne Technik ist ohne sie nicht denkbar. Die Entwicklung der Elektrotechnik, Elektronik, Nachrichtentechnik und Datenverarbeitung, die Entwicklung der Raumfahrt vor allem, wären ohne diese Werkstoffe nicht möglich gewesen.

Wir bedienen uns der Kunststoffe und wissen, was wir von ihnen erwarten können. Aber was das ist "Kunststoffe", und woher sie kommen, bedenken wir nicht mehr. Sie sind ein Teil unseres Lebens, unserer Wirtschaft, obwohl sie "junge" Werkstoffe unseres Jahrhunderts sind. Um 1900 gab es diese Werkstoffe noch nicht. Kunststoffe sind, kurz definiert, auf chemischem Wege hergestellte Stoffe, überwiegend organischer Herkunft, deren Eigenschaften in vielem denen von Naturstoffen entsprechen, im Vergleich zu ihnen aber oft noch wesentlich verbessert oder sogar absolut neuartig sind. Ein wichtiges Merkmal ist ihre Eigenschaft, sich während der Herstellung und Verarbeitung in bestimmten, für die einzelnen Stoffe typischen Temperaturbereichen plastisch zu verhalten und gut verformen zu lassen. Genau genommen sind Kunststoffe gar keine "Kunst" Stoffe - sie sind meist organische Stoffe, in ihrem Aufbau eher verwandt den Stoffen der belebten Natur - dem Holz, den Pflanzen, den Lebewesen - als den anorganischen Metallen. Die ältesten Kunststoffe bestanden auch aus einer Abwandlung von Naturstoffen (Cellulose-Kunststoffe). Die Herstellung der modernen vollsynthetischen Kunststoffe geht von einigen wenigen natürlichen Rohstoffquellen aus: von Kohle, Wasser, Luft, Stickstoff, Kalk, Steinsalz, Erdgas, Erdöl. Alle Kunststoffe besitzen als Kohlenstoffverbindungen geringes spezifisches Gewicht, relativ hohe chemische Beständigkeit. Ihre mechanischen und thermischen Eigenschaften umfassen, je nach der Herstellung, einen breiten Bereich.

Im Labormaßstab und auf Gebieten, die in erster Linie nicht der Wirtschaftlichkeit, sondern der Wissenschaft und Forschung dienen, können heute schon nahezu alle wünschenswerten Eigenschaften erreicht werden, die mit natürlichen Werkstoffen niemals zu erzielen wären. Für die Raumfahrt wurden z.B. Kunststoffe entwickelt, die den extremen Temperaturgegensätzen des Weltraums standhalten können: die Polyimide (bis 350 Grad Celsius) die Polybenzimidazole (bis 450 Grad Celsius) und Borazolderivate (750 Grad Celsius) Silikon-Kunststoffe halten sogar eine Temperatur von 2200 Grad Celsius aus. Sie bilden das Material der Hitzeschilde der Raumfahrzeuge.

Die Zeit ist absehbar, in der Verfahren entwickelt werden, die auch solche Kunststoffe wirtschaftlich produzierbar machen, deren Herstellung heute nur im Versuchsmaßstab möglich ist. Kunststoffe sind durch nichts zu ersetzten, sie sind die Werkstoffe der Zukunft.

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